Nach Regierungswechsel in London: Neue Regierung Burnham erhält wichtigen Vertrauensvorschuss vom britischen Mittelstand

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  • Aktuelle Umfrage des Fintechs iwoca: 38 Prozent der britischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) blicken positiv auf die neue Regierung, 30 Prozent urteilen eher skeptisch
  • 54 Prozent bewerten politische Stabilität in Downing Street als wichtigste Grundlage für wirtschaftliches Wachstum  
  • Die Unzufriedenheit mit seinem Vorgänger Keir Starmer war zuletzt hoch: fast die Hälfte (47 Prozent) stellen seiner Politik für den Mittelstand ein schlechtes Zeugnis aus 

London/Berlin, 5. August 2026 – Die neue britische Regierung unter Premierminister Andy Burnham (Labour), weckt bei kleinen und mittleren Unternehmen vorsichtigen Optimismus. 

38 Prozent der Befragten bewerten den Regierungswechsel positiv. Weitere 26 Prozent sehen ihn weder positiv noch negativ, 30 Prozent zeigen sich skeptisch. Gleichzeitig machen die Betriebe deutlich, dass ihr Optimismus an klare Erwartungen geknüpft ist. Sie wünschen sich vor allem niedrigere Steuern, weniger Bürokratie und einen verlässlichen politischen Kurs.

Das zeigt eine aktuelle Umfrage des deutsch-britischen Fintechs iwoca unter kleinen und mittelständischen Unternehmen im Vereinigten Königreich. Insgesamt wurden 1.219 Vorstandsvorsitzende, Eigentümer*innen und Geschäftsleitungen von Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten im Juli 2026 befragt. 

 Unternehmen fordern niedrigere Kosten und weniger Bürokratie

Die Ergebnisse zeigen auch: Viele Betriebe erwarten jetzt konkrete Entlastungen. 39 Prozent der Befragten wünschen sich eine Senkung der Unternehmenssteuer. Fast ebenso viele (38 Prozent) fordern, dass die Regierung die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung reduziert. 38 Prozent sprechen sich außerdem dafür aus, den Verwaltungsaufwand für kleine Arbeitgeber zu verringern. 

Erste Schritte in diese Richtung gibt es schon: Die Regierung hat angekündigt, ab April die Gewerbesteuer für Pubs, Clubs und Konzertlocations um 20 Prozent zu senken – gut 1.100 Pfund Ersparnis im Jahr für einen durchschnittlichen Betrieb. Für viele Beobachter ein wichtiges, aber zu kurz greifendes Signal: Es hilft einer ausgewählten Branche, während Unternehmenssteuer, Sozialabgaben und Bürokratie über alle Sektoren hinweg drücken.

Politische Stabilität wiegt schwerer als einzelne Maßnahmen

Nach einer langen Phase der politischen Instabilität im Land - Burnham ist bereits der siebte Premierminister in zehn Jahren - wünschen sich die Unternehmen vor allem verlässliche politische Rahmenbedingungen. 54 Prozent sind der Ansicht, dass anhaltende politische Instabilität britischen Unternehmen stärker schadet als isolierte Einzelmaßnahmen aus Downing Street Number 10.

“Als deutsch-britisches Unternehmen mit mehr als 120.000 finanzierten Kleinunternehmen in beiden Ländern beobachten wir täglich, mit welchen Herausforderungen der Mittelstand kämpft. Die Erwartungen an London sind kaum andere als an Berlin: niedrigere Steuern, geringere Sozialabgaben und weniger Bürokratie. Der neue Premierminister hat Wachstum zur Priorität erklärt und kleine Unternehmen müssen im Zentrum dieses Vorhabens stehen. Unternehmerisches Wachstum beginnt oftmals mit einer Investition, deren Ausgang niemand garantieren kann – und dieses Risiko tragen die Inhaber*innen selbst. Wer die Last der Abgaben weiter erhöht, senkt genau diese Risikobereitschaft. Das ist keine britische Erkenntnis, sondern eine, die für den deutschen Mittelstand genauso gilt”, sagt Fabian Platzen, Geschäftsführer von iwoca Deutschland.

Bildquelle:
Pexels
Autor:
Beatrice Herrmann

PR & Communications Manager

Zuletzt geändert am:
Aug 7, 2026

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