Gastronomiebetriebe: Mit einem Lieferservice durch die Krise?

Die Corona-Krise hat bei vielen kleinen Unternehmen die Umsätze einbrechen lassen. Vor allem die Gastronomiebranche hat hohe Verluste zu verzeichnen. Wie Restaurants Lieferservices als neue Umsatzmöglichkeiten nutzen können, erfahren Sie hier.

Corona-Krise für Gastronomen - Lieferservices als populäres Option

Viele Gastro-Betriebe haben schon kurz nach Bekanntgabe der ‘Lockdown-Regeln’ Lieferservices als alternative Einnahmequelle eingeführt. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete bereits im März von lokalen Gastronomen, die gemeinsame Online-Shops eingeführt haben und seitdem die Auslieferung untereinander koordinieren. Sogar Sternerestaurants entdeckten schon früh den Trend für sich und fingen an, ganze Gänge-Menüs zur Lieferung nach Hause anzubieten.

Lieferservices werden auch in der aktuellen Situation ein wichtiges Standbein zur Umsatzgenerierung für viele Gastronomen bleiben - besonders, da Umsätze aufgrund von Abstandsregeln und Platzbeschränkungen in vielen Fällen noch immer nicht auf Vor-Krisen-Niveau liegen dürften.

Lieferservices - das ist zu beachten

Wer nun mit seinem Betrieb ebenfalls ins Liefergeschäft einsteigen will, für den haben wir hier die wichtigsten Tipps und Hinweise zusammengestellt:

Zuallererst brauchen Sie ein Lieferfahrzeug, einen Fahrer und einige Thermobehälter, um das Essen warm bzw. kalt zu halten. Auch sollten Sie ausreichend Verpackungsmaterial zur Verfügung haben, um Ihre Speisen während des Transports zu schützen.

Laut dem Internetportal selbststaendig.de gilt als Faustregel: Speisen sollten innerhalb einer Stunde geliefert werden können. Das wird einerseits von Kunden erwartet - andererseits sollten Sie immer darauf bedacht sein, so viele Lieferungen wie möglich innerhalb kurzer Zeit zu ermöglichen.

Fokussieren Sie sich in der Gestaltung Ihres Liefer-Angebots daher auf beliebte Gerichte, die in relativ kurzer Zeit zubereitet werden können.

Bestellungen aufnehmen

Kundenbestellungen können per Telefon oder über eine eigene Webseite aufgenommen werden. Im Internet gibt es viele Plattformen wie beispielsweise Wix oder DISH, die Ihnen dabei helfen können, Ihre eigene Lieferwebseite mit Bestellfunktion aufzubauen.

Werbung für das neue Angebot

Zur Bewerbung des neuen Angebots bieten sich Hinweisschilder am eigenen Laden oder auch am Lieferfahrzeug an. Das Verteilen von Flyern ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, um im näheren Umfeld für Interesse zu sorgen.Schließlich eignen sich Social-Media-Seiten wie Instagram oder Facebook, um den neuen Service zu vermarkten. Aktualisieren Sie am besten auch Ihre Daten bei Google MyBusinesse, sodass Sie bei Suchen nach Lieferservices in Ihrer Umgebung gefunden werden.

Bestehende Lieferplattformen als Alternative

Eine andere Möglichkeit, schnell in das Liefergeschäft einzusteigen, ist die Registrierung bei einem bestehenden Lieferdienstanbieter. Mit ihrer hohen Reichweite, optimierten Verkaufswebseiten und großen Werbeaktionen bieten diese Anbieter die Möglichkeit, schnell eine große Menge an potenziellen Kunden zu erreichen.

Dabei ist die Registrierung für Gastronomen oft kostenlos. Allerdings verlangen Lieferplattformen Kommissionen auf den Umsatz von jeder Bestellung. Diese variieren von 11% bis zu 30%, je nachdem ob die Lieferplattform auch die Auslieferung der Speisen übernimmt. Unser Tipp: Vergleichen lohnt sich auf jeden Fall, um das Optimale an Preis, Service und Reichweite rauszuholen.

Kann ein iwoca-Kredit bei Umsatzeinbußen aushelfen?

iwoca wurde dafür gegründet, um kleine Unternehmen mit Finanzierungen zu unterstützen, das gilt auch für Gastro-Betriebe. Allerdings kann iwoca aktuell keine Hilfskredite mit staatlicher Unterstützung ausgeben. Mehr Informationen dazu finden Sie in unserem Blogeintrag: Ist ein iwoca-Kredit jetzt das Richtige für mich?

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